1. Advent, 3. Dezember 2017, Offenbarung 5, 1-14

Jesus kommt: Davon sollt Ihr am 1. Advent singen: Macht hoch die Tür! Nach alter Tradition und mit Bedenken des Predigttextes aus der Offenbarung 5, 1-14 mit seinen wunderbaren Bildern!

Johannes stellt sich Gott auf seine Art vor. Versucht ihm zu folgen.

1. Mit sieben Siegeln ist uns die Zukunft verschlossen! Die Politik, die Natur, das Klima, die Bevölkerungszunahme, die Technik, die Wissenschaft, die Weltwirtschaft: Probleme über Probleme! Wenn wir fragen, tun sich immer neue Fragen auf. Wer weiß Bescheid?

„Was wir ändern müssen, wenn wir bleiben wollen“ heisst ein neues Buch des Club of Rome führender Wissenschaftler. Wie die Propheten, Johannes, Jesus und alle guten Prediger und Papst Franziskus sagen: Ändern müsst ihr euch. Buße tun, sagte Luther. In der Adventszeit solltet Ihr darüber nachdenken.

2. Jesus wird die Rätsel lösen. Ihn dürft Ihr fragen. In ihm sind alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen, sagt Paulus (Kolosser 2,3). Gezeigt hat er das durch sein Leben und Sterben. : Liebe ist das Geheimnis zum Glück. Etwas sehen wir jetzt schon. Stückweise, wie Paulus in 1. Korinther 13, 12 sagt.

Ihr werdet Antwort bekommen: Spätestens wenn wir sterben. Philipp Melanchthon freute sich auf den Tod, weil dann alle hier unlösbaren Fragen beantwortet werden. Wir brauchen uns nicht den Kopf über die Rettung der Welt zerbrechen. Wir müssen nicht alles wissen. Wir können warten.

Trotzdem sollt Ihr das Gute und Vernünftige für Euch und die Nächsten und die Welt tun.

3. Das Lamm, das als Opfer für uns gestorben ist, ist Jesus. In meiner früheren Kirche war an der Kanzel ein Bild vom Lamm, das die Siegel eines Buches löst. Das war einmalig in einer ursprünglich reformierten Kirche, in der es sonst keine Bilder gibt. Nicht das Kind in der Krippe: Christus am Kreuz ist das Wichtigste am Glauben. Alle Evangelien berichten ausführlich über Sterben und Auferstehung. Die Weihnachtsgeschichte wird nur von Lukas und Matthäus erzählt und das auch noch verschieden.

Denkt deshalb in der Adventszeit auch an Leid, Schuld, Kriege, Elend. Deshalb ist Jesus als Sohn Gottes auf die Welt gekommen. Er will bei den Leidenden, Kranken, Flüchtlingen, Armen, Verfolgten und Sterbenden sein. Geht auch zu Ihnen. Ihr trefft vielleicht Jesus.

4 Und singt wie die Ältesten in der Vision des Johannes. Johannes Brahms komponierte den Vers 17 im Deutschen Requiem: „Herr du bist würdig zu nehmen Preis und Ehre und Kraft“. Singt auch Ihr was ihr kennt! Loblieder und nicht nur Advents-und Weihnachtslieder!

Viele haben in der Offenbarung des Johannes immer die schrecklichen Bilder von Katastrophen gelesen. Aber in jedem Kapitel wird das Lob Christ gesungen: Er ist über allen Kriegen und Verfolgungen, unter denen die Gemeinde damals litt.
Lesungen: Römer 13,8-11 Liebt, solange noch Zeit ist
Matthäus 21,1-9 Jesus kommt: Hosianna! Lobt ihn!
Wochenspruch: Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer.

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