2. Sonntag nach Epiphanias, 14. Januar 2018, 1. Korinther 2, 1-10

Einfach wollte Paulus predigen. „Als ich bei euch war, kam ich nicht mit hoch gebildeter Sprache und besonderer Bildung und Einbildung. Das Geheimnis Gottes wollte ich euch verraten: das Geheimnis Gottes ist Jesus Christus der Gekreuzigte!“ (Verse 1-2 frei übersetzt).

Unzählige theologische Bücher gibt es schon. Ständig erscheinen neue. Ich lese besonders gern, wenn einfach von Gott und Christus geschrieben wird. So wie Paulus das Wichtigste nur sagen will: In Jesus ist alles gesagt, was von Gott wissenswert ist: Jesus ist für uns gestorben. Damit wir frei und fröhlich leben und lieben können.

Weisheit als Philosophie war in Korinth hoch geschätzt. Wie wir die Wissenschaften ernst nehmen sollten. Ich freue mich über neue Erkenntnisse der Physik, Biologie, Geologie, Astronomie: Umso größer wird mein Staunen und Dank für die wunderbare Schöpfung und dass ich darin lebe. Aber die Weisheit Gottes ist größer und anders als alle Vernunft.

Sie muss gelebt werden. Theorie muss Praxis werden. Ausprobieren müsst Ihr, ob Liebe lohnt und ob Leiden für andere richtig ist.

Ich habe mich als Schüler besonders für Naturwissenschaften und Geschichte interessiert. Vielleicht hat deshalb mein Vater den Vers 5 für mich als Konfirmationspruch gewählt: Euer Glaube bestehe nicht auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft! Gegen alle damals 1943 herrschende politische und ideologische Propaganda. Ich habe damit gut gelebt. Mit Leidenschaft vieles und vielerlei studiert aber erfahren: Jeden Tag neu mit Jesus anfangen und ihn fragen, was ich tun soll und das dann tun: das hat geholfen. Gott sei Dank für geistige und körperliche Kräfte bis zu diesem Tag!

Die „Herrscher der Welt“ verstehen das nicht. Sie lassen sich verehren, lassen sich dienen und gut bezahlen. Und versuchen, mit Gewalt durchzusetzen, was sie für recht halten. Das ist so üblich. Ausnahmen gibt es zum Glück. Die Lehren von Jesus sind heute in aller Welt bekannt.

Jesus hat andere Maßstäbe und Weisheiten gesetzt.

1. gilt: Liebe. Die soll jetzt euren Kopf füllen, eure Gedanken und Wünsche bestimmen. In diesem Geist sollt ihr leben.

Ganz einfach: Nicht auf die Theorie, nicht auf das Wissen kommt es an. Sondern auf die Praxis, auf die im Alltag gelebte Liebe.

Wozu es auch Überlegungen und Übung braucht.

Sprecht über Eure Erfahrungen miteinander. Wo habe ihr Kraft und Hilfe erfahren? Damit könnt ihr euch in der Gemeinde helfen und aufbauen!

Für die Menschen auf der arabischen Halbinsel von Saudi-Arabien, Katar bis zum Jemen beten wir in dieser Woche nach dem Vorschlag des Ökumenischen Rates. Und für Frieden dort und überall!

Lesungen: Johannes 2,1-11 (Unser Leben soll ein Fest sein!) Römer 12, 9-16 (gute Tipps für das Zusammenleben als Christen!) Als Lied (oder gemeinsames Gebet) schlage ich „Eins ist not“ (Nr 64) vor.

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