9 Gedanken zu „Religion und Götter eine Erfindung gegen die Todes-Angst? (m 17J)

  1. Ein spannende Frage, auf die es m.E. keine definitive Antwort geben kann.

    Wenn es Gott gibt, musste er nicht erfunden werden. Dann gibt es eine Geschichte zwischen ihm/ihr und den Menschen, und dazu gehört sicher auch, dass Gott den Menschen in Not und Todesangst beisteht.

    Wenn es Gott nicht gibt, erlebe ich es zumindest in meiner Praxis in Trauergesprächen und auf dem Friedhof, wie sehr die Vorstellung hilfreich ist, dass jemand bei Gott geborgen ist.
    Viele Gläubige können sich zwar nicht vorstellen, dass man auch ohne Gott getröstet sterben kann und keineswegs völlig verzweifelt auf den Tod zugeht. Umgekehrt habe ich auch erlebt, dass sehr gläubige Menschen große Angst vor dem Tod haben können.
    Und doch sind Gottesvorstellungen eines liebenden und gerechten Gottes am Grab eine große Hilfe.
    Darum störe ich mich an der Formulierung „nur deshalb“. Wenn es keinen anderen Grund gäbe als den, es wäre sicher der wichtigste.
    Wenn jemand am Bein verletzt wird und einen Gips oder eine Krücke braucht, dann wäre es gemein und unbarmherzig, diese Hilfen zu verweigern. Wenn jemand Gott als Trost braucht, wäre es genauso gemein und unbarmherzig, ihm oder ihr diesen tröstenden Glauben zu nehmen oder zu verweigern.

    Bonhoeffer hat wohl gesagt: „Einen Gott, den es gibt, gibt es nicht.“
    Ich kann Gott nicht beweisen. Jeder „Gott“, den ich beweisen könnte, wäre alles, aber sicher nicht Gott.
    Darum kann ich auch nicht beweisen, ob Gott „nur“ erfunden wurde.
    Ich kann nur sagen: Ich erlebe, dass mir der christliche Gott gut tut. Jener Gott, der/die/das uns Menschen unperfekt und mit vielen Grenzen erschaffen hat. Jener Gott, der/die/das für Gerechtigkeit einsteht. Jener Gott, für den/die die Liebe wichtiger ist als alles andere Wichtige, auch wichtiger als der Glaube (1. Kor 13,13).

    Es ist schön, sich bei einem/einer solchen Gott geborgen zu fühlen. Gerade auch dann, wenn man wie heute in die Nachrichten schaut und angesichts eines verheerenden Erdbebens in Nepal entsetzt feststellt, wie zerbrechlich und gefährdet das Leben ist.

    Die Frage bleibt, warum Gott das zulässt. Ich kann sie nicht beantworten. Ich weiß nur, dass er/sie/es mit meiner Wut und Trauer deswegen umgehen kann, dass er meine Ratlosigkeit aushält. Dass er selber mitleidet.
    Und wenn es Gott nicht gibt? Dann ist es wenigstens eine schöne Illusion gewesen. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, da werde ich mehr wissen.
    Bis dahin will ich geduldig die Ungewissheit aushalten. Es gibt Dinge, die man besser nicht sofort erfahren wollen sollte… (Ich bin halt nicht Paulus und muss es auch nicht sein.)

  2. Es ist die Frage, wer oder was die Erfindung ist. Bei Hoimar von Ditfurth habe ich mal unter dem Titel „Der asketische Aspekt der Todesfurcht“ etwas über die Funktion der Todesfurcht gelesen. Demnach gäbe es auch so etwas wie eine natürliche Todessehnsucht und die Todesfurcht hinderte uns daran, uns zu früh oder zu leichtfertig aus dem Leben zu verabschieden.

    Danach wäre eher die Todesfurcht die (geniale) Erfindung. Die Frage ist dann, wer der Erfinder ist. Je nach Standpunkt wäre sie in einem Wechsel aus Zufall und Notwendigkeit entstanden oder das Resultat von Schöpfung.

    Die Todesfurcht einfach als gegeben hinzunehmen und Religionen als Reflex darauf zu interpretieren, erscheint mir zu billig und oberflächlich. Für Buddhismus z. B. eignet sich diese Erklärung überhaupt nicht, weil Buddhisten das Nirwana anstreben und weniger den Tod als vielmehr die Wiedergeburt in den Kreislauf der Leiden fürchten.

  3. Meisten wurden Religionen und Götter von den Völkern eingesetzt, um den Menschen Angst zu machen, damit sie das getan haben, was ein Herrscher gewollt hat. Deshalb haben viele Herrscher Götterdienste mit hübschen Frauen eingeführt, damit sie das Volk besser unter Kontrolle halten konnten. Denn die Götter können Menschen nicht helfen. Götteranbetungen sind wie Aberglaube hier in diesem Land. Z. B. wenn eine schwarze Katze von rechts nach links läuft, dann passiert ein Unglück. Wenn ein Mensch vergisst einen Schönheitsgott anzubeten, dann wird das Kind nicht schön usw. Und oft wurden für viele Dinge Götter erfunden oder eingeführt. Das ist ungefähr so, wie die Heiligen der katholischen Kirche. Diese Heiligen haben irgendwann mal etwas gemacht was gut war und wurden dann Heilig gesprochen und danach angebetet oder es wurde ihnen einfach nachgeeifert. Viele Göttersagen sind überhaupt nie bewiesen worden. Wer diese eingeführt hat, das ist bestimmt schon im tiefsten Mittelalter geschehen. Je mehr ein Mensch sich mit den Göttern beschäftigt, umso mehr hat er das gemacht, was diese Götter angeblich gewollt haben, damit eben kein Unglück oder nichts schlimmeres passiert ist. Götter sind meines Erachtens nur eingeführt worden, damit die Menschen das gemacht haben, was von ihnen erwartet wurde. Und je nach Land gibt es unterschiedliche Götter und Religionen. Götter haben den Menschen aber noch nie eine innere Ruhe oder eine Freiheit gegeben, denn Götterdienste sind immer mit Aufgaben und Pflichten zu erfüllen. Je mehr getan wird, umso gnädiger soll einer dieser Götter werden. Und wenn es einem Menschen schlecht gegangen ist, dann hat er eben nicht genug für diesen Götzen getan. Also wurde die Schuld und das Versagen der Menschen auf die Götter abgewälzt, wenn ein Mensch sehr viel für einen Gott getan hat, aber von diesem bestraft wurde. Dann hieß es nur: „Das ist die Strafe des Gottes …………“ Deshalb hat der Glaube an einen Gott eine Befreiung gebracht, denn es mussten nicht tausend Götter angebetet werden und wehe einer wurde vergessen, dann ist dieser Mensch bestimmt bestraft worden. Gott ist daher eine Befreiung, da es nur einen Gott gibt, mit dem ein Mensch alles besprechen kann und der auch noch so toll ist, dass der Mensch keine Angst vor seinem eigenen Tot haben muss. Bei den Göttern haben die Menschen garantiert nur noch Angst vor dem Tot gehabt, denn die haben bestimmt nicht immer alle angebetet.

    • Und Götter konnten Menschen keine ewiges Leben nach dem Tot geben, denn die Menschen konnten es diesen Göttern eigentlich nie Recht machen. Stelle ich mir sehr anstrengend vor. Und deshalb gibt es bei Gott und seinem Sohn, Jesus, das ewige Leben und es braucht keiner Angst vor seinem Tot zu haben. Religionen schüren meistens nur die Angst vor dem Tot. Und wenn nicht alles getan wurde, was einer dieser Götter gewollt hat, dann sind bestimmt einmal ein paar Götterdiener ums Leben gekommen. Aber bestimmt wurden die nicht von diesem Götzen umgebracht. Aber es ist doch sehr praktisch diese Morde einem Götzen unterzujubeln, denn der kann sich nicht dagegen wehren, wenn er nicht existiert.

  4. Religion ist der Versuch des Menschen, zu Gott zu gelangen. In Jesus Christus aber bildet Gott selbst eine Brücke zum Menschen. Das ist ein fundamentaler Unterschied!

    Jesus antwortete: „Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben! Ohne mich kann niemand zum Vater kommen. Johannes 14,6

    „Nur Jesus kann den Menschen Rettung bringen. Nichts und niemand sonst auf der ganzen Welt rettet sie.“ Apostelgeschichte 4,12

    (beide Bibelverse sind aus der Hoffnung für alle Bibel-Übersetzung)

  5. Zur Frage: Vielleicht. Aber Jesus IST nachweislich gestorben. Und DANACH haben ihn 500 Leute gesehen! Alles Lügner? Betrug? Du bist mittlerweile erwachsen. Prüf es nach!

  6. Gott hin oder her, wer sowas braucht, soll es haben, wenn es ihm dadurch besser geht 🙂 Ein paar Lebensweisheiten in der Bibel, sind ja nicht schlecht und als Lebenshilfe, ganz gut zu gebrauchen. Ansonsten, sind es veraltete Wüstengeschichten, die man in die Tonne werfen kann !!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.