25 Gedanken zu „Gab oder gibt es wirklich echte Wunder? (m, 14 J)

  1. Ja, es gibt „wirklich echte Wunder“. Aber ich glaube, sie sind anders, als Du es Dir vorstellst.
    Als ich meinen ersten Sohn direkt nach der Geburt im Arm hielt: Das war ein wirklich echtes Wunder. Ich hatte Angst, dass etwas schief gehen könnte. Aber er atmete, er jammerte leise, es ging im gut, und er lebte. Toll!

    Warum eigentlich halten wir all das Wunderbare in unserem Leben für „völlig normal“? Wir suchen so oft nach einem „wirklich echten Wunder“, dass wir gar nicht mehr merken, von wie vielen Wundern wir ständig umgeben sind.
    Wenn mal was schief läuft, dann fragen wir: „Gott, wir verstehen das nicht. Warum lässt du das zu?“
    Warum fragen wir so selten: „Gott, das klappt gerade alles wie am Schnürchen. Alles läuft fast optimal! Warum lässt du das alles zu? Warum geht es mir gerade so wunderbar gut?“

    Ich interessiere mich sehr für Naturwissenschaft und kann eine Menge erklären. Aber bedeutet es, dass etwas, was ich erklären kann, nicht mehr wunderbar ist?
    Und ist etwas, was ich nicht erklären kann, automatisch ein Wunder?
    Hört es auf, ein Wunder zu sein, wenn ich es dann irgendwann doch einmal erklären kann?

    Im Augenblick bekommt in den USA ein Präsidentschaftsbewerber viel Zulauf, dem im Zweifelsfall Demokratie und Menschenrechte völlig egal sind. Ich bete für das Wunder, dass dieser Mensch niemals Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wird. Aber ist es das, was Du Dir unter einem wirklichen Wunder vorstellst?
    Für mich wäre es eines. In der Welt läuft gerade so viel schräg, sterben jedes Jahr Tausende von Tierarten aus, werden Menschen durch Waffen und Brutalität in die Flucht getrieben, wird das Klima immer gefährlicher… Und dann wird im Iran eine Wahl abgehalten, bei der nicht die fundamentalistischen Religiösen gewinnen. Für mich ist das ein kleines echtes Wunder, das Mut macht, nicht an der Welt zu verweifeln.

    Ich hoffe, dass Du noch ganz viele Wunder findest!

  2. Wunder gab es seitdem es Menschen gibt, und heute erst recht! nur der Mensch ist mit sich selber so Beschäftigt, dass er keine mehr sieht, oder wahrnimmt. wenn heute jemand Wunder erlebt und die erzählt, der muß damit rechnen für Balla….balla gehalten zu werden. jedenfalls habe ich (64) in meinem Leben so an die 30 Wunder erlebt die mich so gestärkt haben, dass ich erst recht an Gott glaube, auch wenn es ausser Mode gekommen zu schein ist.
    wenn der Mensch im Gleichgewicht mit gut und Böse ist, geht es im wohl besser. wer schonmal Wunder erlebte, der weiß wovon ich schreibe. auf jeden Fall wünsche allen hier auch Wunder erleben zu dürfen.
    Gruß
    Reiner

    • Hallo Rainer, es ist so schön, was Du geschrieben hast, es gibt mir Mut, herzlichen Dank. Ich bin gebürtige spanierin ( aus León-Nordspanien) ich lebe aber seit vielen Jahren in Saarbrücken. In diesem Moment meines Lebens bin ich total unglücklich, ich glaube so fest an Gott und an Maria, ich bette jeden Tag, mit aller meinen Kraft, dass ein Wunder bei mir geschieht, aber Gott und Maria helfen mir nicht. Vielleicht gilt es abzuwarten.
      Ganz liebe Grüße
      Marta

      • liebe Marta,
        ich freue mich ehrlich wenn du neuen Mut gefunden hast!
        wenn du auf ein Wunder wartest, dann wird keines geschehen. Gott und Maria stehen dennoch hinter dir, über dir, neben dir, unter dir, und sie lieben dich weil du Gläubig bist!
        im Übrigen kommen die Wunder genau dann daher, wenn du nicht damit rechnest. das ist die Erfahrung welche ich gemacht habe.
        es hat mich geradezu hingetriebn dir die Botschaft zu überbringen.
        Gott mit dir, und deiner Familie!

        • Guten Abend Reiner,
          ganz lieben Dank für deine Antwort sowie für deine lieben Worte.
          Ich kämpfe jeden Tag, ich glaube so fest an Gott und Maria, aber meine Traurigkeit und meine Einsamkeit sind unendlich groß. Allmählich verliere ich meinen Glauben und ich habe Angst, weil, wenn es so wäre, fühlte ich mich noch mehr verloren. Ich bitte dich, mich zu entschuldigen, wenn ich grammatikalische Fehler machen würde, da Deutsch nicht meine Muttersprache ist.
          Nochmals herzlichen Dank
          Marta

  3. Die Naturgesetze waren früher genau die gleichen wie heute. Wir kennen sie nur heute besser, wenn auch noch lange nicht perfekt.

    Wenn ich eine Wundergeschichte höre, die ganz deutlich gegen Naturgesetze verstößt, glaube ich sie nicht.

    Ich sehe die Wunder innerhalb des Normalen, z. B. das Wunder des Lebens. Ich habe auch kein Problem damit, unwahrscheinliche Ereignisse wie Spontanheilungen oder Rettung aus schwierigen Situationen als Wunder zu deuten.

    Kurz zusammengefasst: Ja, es gibt Wunder, aber manches, was als Wunder berichtet wird, kann in Wirklichkeit so nicht passiert sein.

    • also was ich so alles erlebt habe(gut 30 Wunder), lässt mich 100% nicht mehr los und wird sogar von Ärzten als Wunder gesehen. sie fragen sich warum ich überlebt habe. das war immer geschehen, wenn mehrere Zeugen dabei waren. und glaube mir, einige davon waren im Begriff verrückt zu werden, weil sie nicht glauben konnten was sie sahen.
      ich hatte immer große Mühe hinterher zu erklären was gearde passiert war. ich glaube an Gott und denke, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt als was sich die gesamte Menschheit darunter vorzustellen vermag.
      ich wünsche dir für die Zukunft nur das Beste.
      gruß Reiner 64

    • Hallo Thomas, seit über vier Jahren warte ich auf ein Wunder, ich habe aber bis jetzt dieses Wunder nicht erlebt, obwohl ich jeden Tag mit allem meinen Glauben dafür bette. Ich weiß überhaupt nicht, was ich tun soll , damit dieses Wunder bei mir sich realisiert…
      Viele liebe Grüße
      Marta.

      • Oh, Marta, es lässt mich nicht kalt, was Du hier und weiter unten schreibst. Erzwingen lässt sich ein Wunder wohl nicht. Selbst Jesus hat in seiner Not sein Gebet mit „doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe“ abgeschlossen. Ich glaube, dass Gott oft Leid nicht erspart, aber immer hindurch hilft. Und vielleicht geht für Dich ja doch mehr.
        Liebe Grüße
        Thomas

        • Ganz lieben Dank, Thomas, für Deine einfühlsame Antwort, die mich sehr tief berührt hat, vor allem, wenn Du schreibst, dass obwohl „Gott oft Leid nicht erspart immer hindurchhilft“. Selbstverständlich, lässt sich ein Wunder nicht zu erzwingen, mein Glauben ist aber sehr stark, trotz Momenten voller von Gott und María Verlassenheit. Und wenn ich so etwas auf meine Seele fühle, dann sage ich mit aller Kraft meines Herzens:“ Jesus hilf mir bitte, María verlässt mich nie! Der Glaube versetzt Berge und , wenn es so wäre, warum gibt es so viele Menschen, die Wunder erlebt haben, während ich an dieser Prüfung fast daran zerbreche? Bin ich von Jesus und María vergessen? Wenn ich meine Schüler frage, ob sie an Wunder glauben, zeigen sich die Meisten ziemlich skeptisch diesem Thema gegenüber. Jesus aber sagte:“ meine Wege sind nicht eure Wege“. Villeicht ist diese die Antwort zu meiner Traurigkeit und eines Tages wird es alles wieder Light .Ich warte darauf, dass das geschieht. Ich möchte meine Hoffnung niemals verlieren.
          Ganz liebe Grüße
          Marta

    • „Wenn ich eine Wundergeschichte höre, die ganz deutlich gegen Naturgesetze verstößt, glaube ich sie nicht.“ Die Relativitätstheorie entsprach nicht dem früheren Denken, es war mit den damals bekannten Naturgesetzen nicht vereinbar. Sie hätten dann eine Geschichte, in der eine Zeitdilatation eine Rolle spielt, nicht geglaubt (ginge nur im Weltraum). Dennoch wäre sie wahr, da der Mensch die Relativitätstheorie noch nicht gefunden hatte.

      Andere hätten sie geglaubt, sie hätten sie nur nicht erklären können.

      Was ich damit sagen will: Es gibt Dinge, die in der Bibel stehen, die viele nicht glauben können, aber dennoch sind sie wahr, nur nicht erklärbar (bis jetzt). Das wären auch heute noch Wunder.

      Dass jemand auf dem Wasser läuft, wie kann das sein? Auferstehung, wie geht das denn?

      Ist Christus NICHT wirklich auferstanden, dann wäre der christliche Glaube sinnlos.

      • „Die Relativitätstheorie entsprach nicht dem früheren Denken, es war mit den damals bekannten Naturgesetzen nicht vereinbar. Sie hätten dann eine Geschichte, in der eine Zeitdilatation eine Rolle spielt, nicht geglaubt (ginge nur im Weltraum). Dennoch wäre sie wahr, da der Mensch die Relativitätstheorie noch nicht gefunden hatte.
        Andere hätten sie geglaubt, sie hätten sie nur nicht erklären können.“

        Ihr Einwand ist zwar prinzipiell berechtigt, aber mit Hilfe der Relativitätstheorie lässt sich kein einziges biblisches Wunder zusätzlich erklären. Das Anhalten der Sonne durch Josua z. B. kann nach Newtonscher Mechanik so nicht stattgefunden haben und Relativitätstheorie ändert daran überhaupt nichts.

        „Was ich damit sagen will: Es gibt Dinge, die in der Bibel stehen, die viele nicht glauben können, aber dennoch sind sie wahr, nur nicht erklärbar (bis jetzt). Das wären auch heute noch Wunder.“

        An dieser Stelle habe auch ich ein prinzipielles Argument. Es kann durchaus sein, dass sie nicht oder nicht so passiert sind. Das ist die einfachste Erklärung. Glaube kann dagegen protestieren, aber er kann es nicht ändern.

        „Auferstehung, wie geht das denn?“

        „Ist Christus NICHT wirklich auferstanden, dann wäre der christliche Glaube sinnlos.“

        Frei nach Paulus (1. Kor 15,17). Wenn damals etwas wirklich Spektakuläres passiert ist, das mit dem damaligen Stand des Wissens und selbst mit dem heutigen noch nicht erklärbar ist, wie gut und zuverlässig hätte jemand damals wohl darüber berichten können? Und was wäre aus seinem Bericht nach mehrmaliger mündlicher Weitergabe geworden, bevor er dann wirklich aufgeschrieben wurde? Und an was genau davon soll man sich zwingen, zu glauben, damit der christliche Glaube nicht sinnlos ist?

        • Nicht zwingen zu glauben. Für mich ist die echte Auferstehung Jesu der zentrale christliche Glaube. Sie werden mir recht geben, dass die Bibel verschiedene Dinge von der Auferstehung erzählt. Wer hat ihn nun zuerst gesehen? War es Maria, oder doch, wie Paulus sagt, Petrus? Genau das sind die Unterschiede durch die mündliche Weitergabe. Vielleicht war man sich schon von Anfang an uneins. Aber doch nicht in der Hauptsache, nämlich der Auferstehung selbst. Sehen Sie, ich habe mal gehört, dass bei Zeugenaussagen bei einer Straftat ständig völlig unterschiedliche Wahrnehmungen auftreten. Nur meist nicht in der Hauptsache (nämlich, dass z.B. die Bank ausgeraubt wurde). Merkwürdig ist es, wenn das nicht geschieht.

          Nun ist es auch möglich, dass die Auferstehung nicht geschehen ist, so wäre es am einfachsten, ja. Dann war Jesus ein frommer Mann, der aber nicht der prophezeite Christus war. Die Welt geht dann weiter, wie bisher. Die Hoffnung des Christen liegt doch in der Auferstehung, nicht im Tod, sollte es zumindest. Es gibt doch einen Lohn für alle Mühen. Jesus fragte die Jünger, ob sie was zu essen hätten. Erst da wurden sie froh, ihn zu sehen, denn zuvor fürchteten sie, sie sähen einen Geist. Wenn ich was aus meiner Familie erzähle von vor 20 Jahren, was meinen sie, wie schnell der Widerspruch meiner Geschwister da ist, wenn ich was Falsches sage? So schnell werden mündliche Geschichten IN DER HAUPTSACHE nicht verändert, finde ich (durch die gegenseitige Korrektur).

          Das mit der Relativitätstheorie war nichts, was mit der Bibel zu tun hat, nur ein Beispiel einer Entdeckung. Woher wollen wir wissen, dass die Auferstehung nicht eines Tages sogar physikalisch erklärbar ist? Glauben heißt eben nicht wissenschaftlich wissen. Sonst könnte man nicht eines Tages vom Glauben zum Schauen gelangen. Im Apostolischen Glaubensbekenntnis heißt es: „…Auferstehung des Fleisches…“ Das ist auch die richtige Übersetzung. In einem katholischen Lied heißt es: …dass ich in meinem Leibe soll meinen Gott anschaun.“ Nun gut, katholisch ist nicht immer ein Argument, aber doch für älteren Glauben. Ich weiß nicht, aber für mich ist das neue Testament durchsogen von einer leiblichen Auferstehung. Aber einen Zwang übt es nicht aus.

          Ich gehe beim neuen Testament außerhalb der Offenbarung von Tatsachenberichten aus. Ich schließe nicht aus, dass das Laufen auf dem See vielleicht nur Wahrnehmung der Jünger war (oder im A.T. das Anhalten der Sonne). Aber die Auferstehung ist eine völlig andere Kategorie. Sie waren alle am Boden zerstört am Karfreitag. Und nur 50 später Tage predigten sie mit einer Freude, dass dreitausend am gleichen Tag getauft wurden. Wenn Sie mich fragen, sehe ich eine große Chance, dass etwas Spektakuläres geschehen ist. 🙂

          • „Wenn Sie mich fragen, sehe ich eine große Chance, dass etwas Spektakuläres geschehen ist. ?“

            Dem stimme ich zu. Ich glaube sogar, dass es anders nicht funktioniert hätte.
            Nur wissen wir nicht genau, was geschehen ist. Und ich finde, es ist unzulässig, das z. B. als leibliche Auferstehung zu bezeichnen, sich damit besonders fromm zu fühlen und auch von anderen zu verlangen, das so zu glauben, mindestens aber, nicht dagegen zu reden. Wenn der Auferstandene durch Wände geht (nicht leiblich), Fisch isst (leiblich), sich berühren lässt (leiblich), in Gestalt eines anderen erscheint (Emmaus-Episode, nicht leiblich), dann sind das im Kern des Geschehens widersprüchliche Informationen, die ich nicht einfach als leibliche Auferstehung versimpeln und damit verfälschen kann. Dann als zusätzliche Konstruktion einen sog. Auferstehungsleib zu erfinden, wie es mir hin und wieder auch begegnet, ist keine Lösung. Man muss die Unsicherheit akzeptieren.

            Viele Gläubige wären wohl auch nicht zufrieden, wenn man eine naturwissenschaftliche Erklärung der Auferstehung und all der anderen Wunder hätte, weil es für sie eben um eine Durchbrechung der Naturgesetze geht. Ich halte das für einen grundsätzlichen Denkfehler und eine inzwischen wirklich überholte Vorstellung.

  4. Ich leide unheimlich viel, ich bette mit aller meinen Kraft, dass Jesus und Maria mir helfen, ich leide immer noch. Ich habe immer an Wunder geglaubt, jetzt verliere ich allmählich meine Hoffnung.

    • Geben Sie die Hoffnung nicht auf. „La Esperanza no quedará confundida…“ (Brief an die Römer Kap. 5, Vers 5, Epistola a los Romanos 5,5). Ein Wunder aber sollte nicht Ihre Hoffnung sein, sondern Jesus Christus. Er hilft, wenn man bittet, entscheidet aber auch selbst, wie.

      • Ich versuche meine Hoffnung nicht aufzugeben. Ich erwarte seit mehr als vier Jahren, dass Jesus mir hilft. Ich bin fast am Ende meiner Kraft. Ich habe Angst und dann, wenn ich diese unbeschreibliche Einsamkeit empfinde, wende ich mich voller Hoffnung an Jesus und María und frage sie : „warum habt Ihr mich verlassen? “ Ich erhalte aber keine Antwort .

  5. @thomasjakob Ich will Sie nicht verletzen. Ich denke, der Glaube der Jünger Jesu war der an eine leibliche Auferstehung, ob nun mit den physikalischen Gesetzen oder ohne sie. Würden wir Petrus fragen können, würde er (aus meiner Sicht) mit Sicherheit sagen: „Ich weiß auch nicht, wie das gegangen ist, ich kann nur sagen, dass das Grab leer war, er später bei uns war und er uns die Schrift auslegte, dass das alles so geschehen musste.“
    Gibt es einen Gott, dann ist ihm auch das Durchbrechen der selbst erschaffenen Naturgesetze möglich, ohne dass ich sage, er hätte sie tatsächlich durchbrochen. Letztlich ist es irrelevant, ob sie durchbrochen wurden. Ich denke, dass die physikalischen, chemischen und biologischen (und vielleicht weitere wie Quantenmechanik?) Gesetze bei Weitem noch nicht vollständig erforscht sind, auch Dinge, die auf der Erde möglich sind.

    Etwas ist mir noch wichtig: Jegliche Vorstellung von Augenzeugen dieses Ereignisses kann für mich niemals durch 2000 Jahre spätere Theologie überholt sein. Ich bin fest überzeugt, dass die ersten Christen an eine leibliche Auferstehung glaubten. Dass da auch seltsame Dinge mitspielten wie durch Wände gehen, halte ich nicht für ein Zeugnis gegen einen leiblichen Körper, vielmehr für etwas, was sich unserer Kenntnis von heute entzieht. Deshalb wurde es auch sicherlich aufgeschrieben, sogar, dass etliche zweifelten. Ich habe zu viele Science-Fiction-Filme gesehen, als dass mir die Phantasie fehlen würde, nicht an andere unsichtbare Dimensionen oder andere Dinge zu glauben (Am Rand: Die Wissenschaft geht momentan von neun oder 10 Dimensionen aus.).

    Zum Auferstehungsleib: Dass es geistlich auferstehen wird, ist schon eine Aussage von Paulus. Geistlich bedeutet aber nicht „ohne Leib“. Der Mensch besteht aus Leib, Seele und Geist. Warum sollte das nicht auch nach der Auferstehung so sein? Muss Gott seine eigene Konstruktion ändern?
    Dass es aber eine Auferstehung gibt, hat Jesus selbst gesagt.

    Vielleicht ist die Vorstellung, dass es eine überholte Vorstellung in dieser Hinsicht gibt, eines Tages (wirklich) überholt. 🙂

  6. Machen Sie sich um mich keine Sorgen. Ich habe mich irgendwann für einen konsequenten Umgang mit dem Wunderglauben entschieden und meinem Glauben hat das mehr genützt als geschadet; es hat befreiend gewirkt.

    Ich vermute aber, dass viele moderne, naturwissenschaftlich ausgebildete Menschen der Kirche längst den Rücken gekehrt haben, weil sie es leid sind, wieder und wieder auf ernsthafte Anfragen hin nicht mehr als tapfere Bekenntnisse zu erhalten oder mit ein paar dialektischen Konstruktionen auf Distanz gehalten zu werden.

  7. Mehr als ein Bekenntnis können Sie von anderen nicht erhalten, weil niemand heutzutage Beweise haben kann. Wäre es nicht in der Bibel aufgeschrieben worden, dann würde wohl heute keiner mehr darüber reden.

    Thomas musste auch sehen und konnte vorher nicht glauben… Das hat ihn aber nicht herabgestuft zu einem schlechteren Apostel, er wurde dennoch dazu ausgesucht. Im Gegenteil, als es soweit war, war er einer der Ersten, der sagen konnte: Mein Herr und mein Gott (wenn man der Bibel glauben schenken darf).

    Übrigens waren die Griechen seinerzeit ebenfalls moderne, naturwissenschaftlich ausgebildete Menschen. Sie waren eine der Ersten, die an Jesus als den Christus glaubten und nahmen die Bibel an. Wie sie das tun konnten, ist nach heutigem Blick völlig schleierhaft. Dabei waren die Menschen nicht anders als die von heute, wie einige meinen.

    In der Welt ist es ein Zeichen von Schwäche, Dinge einfach zu glauben ohne zu sehen (oder zu beweisen), für manche ist es ein Zeichen von Dummheit.

    Als Petrus von der Verklärung Jesu auf dem hohen Berg spricht, sagt er auch gleich: Wir sind nicht klugen Fabeln gefolgt, sondern wir haben seine Herrlichkeit selbst gesehen.

    Alles kann gelogen sein. Aber mir erschließt sich nicht der Grund, warum man sich für sowas umbringen lassen sollte. Wenn ich den Aposteln im Glauben folgen möchte, kann ich aus meiner Sicht nicht anders, als ihnen zu glauben. Und kapituliere vor der Frage, WIE das ganze vonstatten gegangen sei. Dabei verlasse ich mich darauf, dass ich trotzdem auf der Wirklichkeit und Wahrheit stehe und nicht auf Sand gebaut habe. Gleichzeitig kenne ich physikalische Gesetze, akzeptiere aber auch, wenn Pluto plötzlich kein Planet mehr sein soll und mir ein Krebskranker erzählt, dass sie bei ihm plötzlich keinen Krebs mehr gefunden haben.

  8. Es gibt Milliarden von Galaxien und jede hat Milliarden von Sternen.Wir sind ein Atom imAll und Gott soll auf diese Erde gekommen sein uns seinen Sohn
    zur Qual hier leben lassen.Das hatte er nicht nötig.Wegen unserer Verbrechen läßt Gott seinen Sohn von uns quälen.Das ist ja gar nicht zu glauben.Aber es
    gibt eine Macht,die uns lenkt.Keine r guckt da richtig durch.

    • „Es gibt Milliarden von Galaxien und jede hat Milliarden von Sternen.Wir sind ein Atom im All und Gott soll auf diese Erde gekommen sein und seinen Sohn zur Qual hier leben lassen.Das hatte er nicht nötig.Wegen unserer Verbrechen läßt Gott seinen Sohn von uns quälen.Das ist ja gar nicht zu glauben.“

      Das ist eine Sensation, nicht wahr? Vielleicht soll hier Gutes beginnen? Nicht, weil wir im ganzen Weltall die Tollsten sind, aber vielleicht, weil wir im ganzen Weltall die Schlimmsten sind? Der Mensch ist zumindest auf dieser Erde von Hinterhältigkeit mit keinem Tier zu vergleichen. Hat sich hier schon mal jmd Gedanken gemacht, wie wir auf fremden Welten auftreten würden? Also so abwegig ist diese Logik nicht. Man könnte auch argumentieren: Irgendwo musste es ja geschehen.

  9. Früher hat man Wunder als Durchbrechung der Naturgesetze definiert. Aber angesichts der Fortschritte in der Physik kann man heute gar nicht mehr so genau unterscheiden, was die Naturgesetze zulassen und wann sie durchbrochen werden. Mit dieser Definition kommen wir also nicht mehr weiter.
    Wunder sind auf jeden Fall Geschenke, die ich nicht verdient habe, sondern einfach so bekam. Wenn ich solche Geschenke feiere und Gott dafür dankbar bin, habe ich mehr davon, als wenn ich sie einfach nur hinnehme. Da hat der Glaube einen Vorteil gegenüber dem Unglauben.
    Kann aber der gerechte Gott einem Menschen etwas schenken und dem anderen dasselbe verweigern? – Hier müssen wir zugeben, dass wir auf diese Frage keine Antwort haben. Es ist demnach unzulässig, jemandem Schuld zu geben dafür, dass er nicht glauben kann, etwa er sei undankbar Gott gegenüber.

    • „Früher hat man Wunder als Durchbrechung der Naturgesetze definiert. Aber angesichts der Fortschritte in der Physik kann man heute gar nicht mehr so genau unterscheiden, was die Naturgesetze zulassen und wann sie durchbrochen werden. Mit dieser Definition kommen wir also nicht mehr weiter.“

      Im Einzelfall kann man das durchaus. Daran, dass z. B. das Anhalten der Sonne auf Bitten von Josua so nicht stattgefunden haben kann, ändern auch die Fortschritte in der Physik nichts. Und das ist nur ein Beispiel für viele andere. So pauschal und billig kommt man aus dem Problem nicht heraus.

  10. Ich glaube total an Wunder. Gott und Maria, seine Mutter, sind Liebe und sie lassen uns , ihre Kinder, niemals alleine, niemals. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir von ihnen nie verlassen werden. Ich bin aber natürlich nur ein Mensch, mit meinem Glauben und meinen Zweifeln auch.

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