8 Gedanken zu „Jesus in Indien? (m, 27J)

  1. Nein, das war nicht möglich. Die Römer waren Profis bei Kreuzigungen, allein unter Pilatus wurden tausende Menschen gekreuzigt. Die wussten, wie man es macht und wie man (durch Lanzenstich) den Tod feststellt. Und selbst wenn Jesus das schwerverletzt überlebt hätte: Mit von dicken Nägeln durchbohrten Fußgelenken hätte er nie wieder laufen können, zumal man damals gegen Wundbrand kein Heilmittel hatte.

  2. Denkbar und möglich ist vieles. Es ist z. B. auch denkbar und möglich, dass Anhänger anderer Religionen mit verschiedenen Erklärungen kommen, die Jesus als einen Guru oder Propheten unter vielen erscheinen lassen. Neben der Scheintod-Version habe ich auch schon einmal eine gehört, nach der überhaupt jemand anders anstelle von Jesus gekreuzigt wurde. Ich halte all diese Spekulationen für unzutreffend.

    Die Scheintod-Version ist besonders schwach. Die römischen Henker verstanden ihr Geschäft. Die wussten, wie man jemanden tötet, und zwar so, dass es qualvoll und entwürdigend ist und andere abschreckt. Das war schließlich auch der Zweck der Aktion.

    Und wenn ich mir vorstelle, wie sich die wenigen verbliebenen Jünger danach gefühlt haben werden, enttäuscht, schockiert, verängstigt, deprimiert, dann glaube ich nicht, dass ein ins Exil gegangener Guru in der Lage gewesen wäre, dieses Grüppchen auf Dauer zusammenzuhalten, geschweige denn die weltweite Christenheit daraus entstehen zu lassen.

  3. Bei all den Alternativen, die im Netz herumschwirren sollte man bedenken, dass die Jünger Jesu sich fast alle haben töten und abschlachten lassen, nur um nicht den Glauben aufzugeben! Wer tut das, wenn er selbst beim Betrug mitgemacht hat?

    Herrn Winterfeld empfehle ich das Buch: Die Akte Jesus

  4. Hallo,
    klar waren die Henker Fachleute, aber was spricht gegen die Möglichkeit daß diese von Pontius Pilatus eine entsprechende Anweisung bekamen:
    „Führt die Kreuzigung so aus daß es schlimm aussieht, den Kerl aber NICHT ernsthaft verletzt und macht ihm klar er möge umgehend nach der Abnahme vom Kreuz verschwinden aus der Gegend“! Das dürften die auch gekonnt haben, Fachleute im Quälen eben. Bei Folter soll der Deliquent ja auch aussagefähig bleiben!
    Dafür spricht ja die Überleiferung daß Pontius Pilatus an Jesus Tod nicht interessiert ( das ist keine historische Quelle, mir klar ) war, sondern sogar begnadigen wollte. Also nur eine Schau zur Befriedigung von Pöblel und Hohenpriester.

    • „Einer der Soldaten stieß mit dem Speer in seine Seite, sogleich kam Blut und Wasser heraus. Und der das gesehen hat, der hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr, und er weiß, dass er die Wahrheit sagt…“

      • Hallo,
        die genannte Bibelstelle ist kein offizielles Protokoll, die wurde ausserdem erst zig Jahre später schriftlich festgehalten. Dagegen ist sowohl die Person Pontius Pilatus auch aussebiblisch nachweisbar als auch die Art der absoluten Machtausübung inkl. Begnadigungen ohne Sühneopfer.
        In dem Sinne konstruierten sich die Christen ein Schwachmatiker von blutrünstigem Göttchen. Die Menschheit wegen ihrer Sündhaftigkeit begnadigen aber dafür eine Blutopfer ( Jesus ) verlangen. ein wirklich mächtiger Gott steht über allen Gesetzen und kann „einfach so“ ohne Ersatzopfer begnadigen.

        • Hallo, der Denkfehler ist n.m.M. , dass Gott ein Sühneopfer braucht. Der Mensch braucht es. Alles schreit nach Rache, wenn einer z.B. gemordet hat. Wenn dieser bereut, kann er dennoch nicht beruhigen. Er kann den Toten nicht wieder herholen. Er selbst wird verzweifeln. Entweder tötet er sich selbst oder andere töten ihn oder tun ihm anderes an. So ist aber der Ermordete noch immer nicht zurück. Aber das Gerechtigkeitsgefühl des Alten Testaments ist befriedigt.

          Sollte es so weiter gehen? Sehen wir nicht gerade jetzt, wie die Welt genau so wieder einmal in Krieg geraten will?

          Wenn Gott die Liebe ist und alles überblickt, gleichzeitig dem Menschen seinen freien Willen lässt, KANN er nicht anders, als den Menschen davon zu ÜBERZEUGEN suchen, dass dieser Weg der Falsche ist. Und wie oft haben wir bemerkt, dass ein Chef von seinen Angestellten nicht verlangen kann, was er nicht selbst vorlebt? In seiner Liebe zu den Menschen KONNTE er nicht anders, als sich quasi selbst zu opfern. „Er entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an.“ „Durch seine Wunden sind wir geheilt.“ „…damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden…“ Das ist SO gar kein Schwachmatiker von blutrünstigem Göttchen. Er könnte einfach so „begnadigen“, aber er vergisst eben auch nicht den, der ermordet wurde, siehe oben. Soll er „begnadigen“, wenn nicht bereut wird? Und wenn bereut wird, wie kann er dann nicht an die Hinterbliebenen denken, die den Toten schmerzlich vermissen? Ist die Lage nicht eigentlich aussichtslos?

          Nicht mit dem Glauben an Jesus, als den Christus. Der Reuige, der glaubt, das Jesus Christus der Heiland ist, der wird auch geheilt, denn er glaubt daran, dass er diese Schuld am Kreuz auf sich genommen hat. Für die Hinterbliebenen ist es weiter schrecklich. Aber gilt hier nicht die Hoffnung der Auferstehung und des ewigen Lebens? Vielleicht kann man auch die Vergebung erlernen, die notwendig ist, damit wir uns nicht alle die Köppe einschlagen.

          Nun kann man daran glauben oder nicht. Aber Sie müssen zugeben, dass es nicht ganz so schwachsinnig ist, wie es zunächst scheint.

          Zu Pilatus:
          Ich denke, jeder hat Jesus am Kreuz genagelt gesehen. Es ist so gut wie sicher, dass er anschließend tot war.

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