2 Gedanken zu „Verurteilt die Bibel jeden Wohlstand? (m, 39J)

  1. Von vorne herein sind _alle_Menschen Sünder. Egal ob arm oder reich.

    Wobei Arme irgendwie weniger davon ausgehen, dass alles irgendwie machbar oder käuflich ist.

    Brauchen Reiche jemanden, der für sie Partei ergreift?
    Sie können doch meist gut für sich selber sorgen, haben Beziehungen, kennen jemanden mit Beziehungen. Um die Reichen muss man sich in dieser Hinsicht keine Sorgen machen.
    Aber die Armen, die brauchen die Fürsorge und jemanden, der auch für sie Partei ergreift.
    Damit wird Wohlstand nicht verurteilt. Im Gegenteil: Wohlstand gilt immer wieder als Zeichen der Gottesnähe.
    Nicht zuletzt erwähnt Jesus Reichtum positiv. Etwa, wenn er die Gleichnisse vom Schatz im Acker erzählt oder von der gefundenen Perle.

  2. Wohlstand ist doch relativ. Aber Jesus sagte zum reichen Jüngling, dass er alles verkaufen solle, was er hat und ihm nachfolgen solle. Da ging der Reiche traurig weg, denn „er hatte viele Güter“. Dann sagte Jesus das Wort: Es ist leichter dass ein Kamel (oder dickes Tau!) in ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme.
    Ein Reicher hat viel mehr Probleme, für Gott seinen Reichtum zu lassen. Ein Armer hat nichts, er wendet sich schnell zu einem Helfer und Retter. Das liegt in der Natur der Sache. Nicht umsonst gibt es auch die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens.
    In der Bibel steht auch: „Fällt Euch Reichtum zu, so hängt das Herz nicht daran.“ Ich glaube, damit wäre es schon getan. Nicht das Herz dranhängen. Das ist schwer. Aber sicher nicht unmöglich.
    Aber auch der Arme hat so seine Probleme. So muss er ständig die Reichen sehen, dass es ihnen viel besser geht als ihm. Es zu akzeptieren, fällt schwer, da der Arme auch oft viel gearbeitet hat und trotzdem nichts hat. Oder ein schweres Schicksal hatte. Die meisten Armen sind nicht selbst schuld dran. Mildtätigkeit der Reichen würde sehr helfen, alles in Einklang zu bringen.

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