Sexagesimae, 4. Februar 2018, 2. Korinther 12,1-10

Der Predigttext vom Sonntag Sexagesimae (ungefähr 60 vor Ostern..) (2. Korinther 12,1-10) sagt uns viel über den Apostel Paulus. Er war schwer kritisiert worden. Von Leuten, die mit höheren Erfahrungen angaben. Jetzt redet er auch einmal von sich. Nicht von der Bekehrung durch Jesus vor Damaskus. Davon hatte er öfters gesprochen. Er hatte auch tiefe geistliche Erlebnisse. Er hörte Gottes Stimme! Er war ganz weg. In einer andern Welt. Die es gibt. An die er fest glaubte. Davon lebte er. Aber damit will er nicht angeben.

Aber damit will er angeben: dass bei aller Krankheit und Behinderung Christus ihm immer wieder genug Kraft gegeben hat. Vielleicht litt er an Epilepsie, sah nicht gut und war auch kein glänzender Redner. Aber er hielt durch! Im Kapitel vorher zählt er Verfolgungen, Unglücke, Krankheiten, Hunger und andere Nöte auf. Immer hat Christus geholfen. Darüber freut er sich und dankt Gott.

Wann hören wir die Stimme Gottes? – Habt Ihr auch schon Momente der Begeisterung erlebt, wo Ihr Euch wie im siebten Himmel gefühlt habt wie Paulus?
Erinnert euch an solche Momente: Da wart Ihr doch erfüllt mit Freude und Dank! – Lebt davon, aber gebt nicht damit an.
Erinnert euch auch an die Zeiten, wo Ihr ganz am Boden lagt. Ganz verzweifelt. Wo Ihr verzweifelt gebetet habt und lange und immer wieder?
Ihr habt Antwort bekommen. Vielleicht so wie Paulus. Du mit Deinem Schicksal, Deiner Krankheit, Deinem Problem immer noch in der Gnade Gottes stehst. Du warst nicht allein.

Du hast erfahren, dass nicht Wunder nötig waren, sondern nur die Kraft für den nächsten Tag.
Es ist auch meine Erfahrung: Wenn ich glaube, alles zu wissen, bekomme ich keine Hilfe und keinen guten Rat und verrenne mich. Wenn ich unsicher bin und ratlos und das zugebe, bekomme Trost und Hilfe!
Geben wir doch zu, dass wir jeden Tag neu anfangen müssen. Jeden Tag uns ändern müssen. Buße nennt das die Bibel und Martin Luther. Jeder Tag soll ein Bußtag sein.

Kein Tag soll sein, an dem ich nicht auf ein gutes Wort hören muss. Einen kräftigen Schluck brauche aus der „Quelle des lebendigen Wasser“. Den gibt uns Jesus durch Wort und Geist.

Nur in leere Hände kann Gott etwas legen.
Und: Du kannst nicht tiefer fallen, als in Gottes Hand.

Gebetet wird in dieser Woche für die Menschen in Italien, Spanien, Portugal, Malta.
Und auch für die Menschen in Syrien. Genau dort wo jetzt gekämpft wird, leiden auch Christen!
Lesungen: Hebräer 4,12-13 (Hören, auch wenn es hart klingt!) Lukas 8,4-8 (Frucht sollt ihr bringen)

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